Ein neuer Morgen — bei RTL und ntv
Seit Anfang Mai läuft bei RTL und ntv ein neues Morgenmagazin. Drei Stunden, zwei Sender, ein neues Studio — und ein neues Team. Was sich verändert, was bleibt.
Wer in den letzten Jahren RTL um sechs Uhr morgens eingeschaltet hat, kennt das alte Format: Punkt 6/7/8. Damit war Ende April Schluss. Leider. Und doch ist da ein Neuanfang:
Seit dem 4. Mai gibt es Deutschland am Morgen. Drei Stunden am Stück, von sechs bis neun, gleichzeitig auf RTL und ntv. Gesendet aus dem neuen, vollautomatisierten ntv-Studio. Ein anderes Bild, ein anderer Ton, ein anderer Anspruch.
Ich bin Teil eines der Moderationsteams. Sibylle Scharr und ich bilden ein Duo. Sabrina Ilski und Jörg Boecker das andere Haupt-Duo. Sarah Oswald und Daniel Fischer ergänzen.
Am Montag, 18. Mai, habe ich meine erste Sendung im neuen Format. Die Zeit vor jeder Premiere dehnt sich, auch wenn man das Geschäft seit dreißig Jahren macht. Vielleicht gerade dann.
Was sich verändert hat: das Setting. Das Studio ist neu. Der Spannungsbogen ist anders. Themen können atmen, Interviews dürfen länger werden, Gespräche entwickeln sich. Das passt zu dem, was ich vom Radio her kenne — dort ist der Morgen ein Strom, kein Stakkato.
Was sich nicht verändert: das Eigentliche. Menschen wachen auf, ziehen sich an, machen Kaffee, bringen die Kinder zur Schule. Wir sind in dieser Zeit dabei. Sortieren, was über Nacht passiert ist. Ordnen ein, was wichtig ist. Lassen weg, was sich später erledigt. Das ist die Arbeit, und sie ist im neuen Studio dieselbe wie im alten.
Was neu ist: Deutschland am Morgen denkt sich von Anfang an als 360-Grad-Marke. TV ist nicht mehr Hauptkanal mit Beiwerk, sondern Teil eines größeren Bildes. Social Media läuft nicht hinterher, sondern fließt in die Sendung mit ein. Wer das gut macht, gibt der Marke eine Tiefe, die ein klassisches Morgenmagazin nicht haben kann.